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Schwangerschaft

Was ist eine Eileiterschwangerschaft? Symptome und Risiken

Was ist eine Eileiterschwangerschaft (extrauterine Schwangerschaft) und wie entsteht sie? Bauchschmerzen, Blutungen und weitere versteckte Warnzeichen. Alles, was du wissen solltest, um Risiken zu verringern und deine Chancen auf eine zukünftige Schwangerschaft zu bewahren.

Was ist eine Eileiterschwangerschaft? Symptome und Risiken

Die Nachricht von einer Schwangerschaft sollte für jede Frau ein Moment voller Freude sein. Manchmal können die zwei Linien auf dem Schwangerschaftstest jedoch statt Freude auch Sorgen auslösen. Medizinischen Statistiken zufolge handelt es sich bei etwa 1-2% aller Schwangerschaften um eine ektopische (extrauterine) Schwangerschaft.

Diese Diagnose kann beängstigend klingen, doch ein frühzeitiges Eingreifen kann Leben retten und deine Chance bewahren, später Mutter zu werden. Aber wie lässt sich eine Eileiterschwangerschaft von einer normalen Schwangerschaft unterscheiden? Welche Schmerzen gelten als "Alarmsignal"? Sehen wir uns dieses wichtige Thema gemeinsam an.

Was genau ist eine Eileiterschwangerschaft?

Bei einer normalen Schwangerschaft wandert die befruchtete Eizelle durch die Eileiter in die Gebärmutter und beginnt dort, sich zu entwickeln.

Bei einer ektopischen Schwangerschaft erreicht die befruchtete Eizelle die Gebärmutter nicht. Sie bleibt auf ihrem Weg stecken und nistet sich ein — in den meisten Fällen im Eileiter (98%). Deshalb wird sie auch als "Eileiterschwangerschaft" bezeichnet. Sehr selten kann sie auch am Eierstock, in der Bauchhöhle oder am Gebärmutterhals auftreten.

Die schmerzhafte Wahrheit: Leider kann sich ein Embryo außerhalb der Gebärmutter nicht lebensfähig weiterentwickeln. Das wachsende Schwangerschaftsgewebe kann zum Reißen des Eileiters und zu lebensgefährlichen inneren Blutungen führen.

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Verborgene Gefahr: Wie erkennst du die Symptome?

Das Tückische an einer Eileiterschwangerschaft ist, dass sie anfangs wie eine völlig normale Schwangerschaft wirken kann. Deine Periode bleibt aus, der Test ist positiv und auch Übelkeit sowie empfindliche Brüste können auftreten.

Zwischen der 4. und 10. Schwangerschaftswoche können jedoch folgende Warnzeichen auftreten:

1. Starke Bauch- oder Beckenschmerzen

In einer normalen Schwangerschaft können leichte Krämpfe auftreten. Bei einer Eileiterschwangerschaft fühlen sich die Schmerzen jedoch anders an:

  • Typisch sind starke, stechende Schmerzen nur auf einer Seite des Bauches, also rechts oder links.

  • Die Schmerzen können kommen und gehen oder dauerhaft anhalten.

2. Ungewöhnliche vaginale Blutungen

Diese Blutungen unterscheiden sich von einer normalen Periode.

  • Häufig sind sie schwächer, bräunlich oder wässrig.

  • Manche Frauen halten sie für eine verspätete Periode und bemerken deshalb nicht, dass sie schwanger sind.

3. Schmerzen an der Schulterspitze (besonderes Warnzeichen)

Auch wenn es ungewöhnlich klingt, gehört dies zu den ernstesten Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft. Wenn du im Liegen Schmerzen an der Schulterspitze, dort, wo der Arm ansetzt, verspürst, kann dies darauf hindeuten, dass eine innere Blutung das Zwerchfell reizt. Ruf sofort den Notruf unter 112.

4. Schwäche und Schwindel

Innere Blutungen können zu einem Blutdruckabfall, Blässe und Ohnmacht führen.

Risikofaktoren: Warum passiert das?

Eine Eileiterschwangerschaft kann jede Frau betreffen. Einige Faktoren erhöhen jedoch das Risiko:

  • Frühere Eileiterschwangerschaft: Wenn du bereits eine Eileiterschwangerschaft hattest, ist das Risiko für eine erneute Eileiterschwangerschaft etwas erhöht.

  • Entzündliche Erkrankungen und Infektionen: Sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien oder Gonorrhö können Entzündungen und Narben in den Eileitern verursachen und dadurch die Wanderung der Eizelle behindern.

  • Operationen an den Eileitern: Wenn du bereits an einem oder beiden Eileitern operiert wurdest.

  • Rauchen: Studien zeigen, dass Rauchen die Beweglichkeit der Eileiter beeinträchtigt.

  • Künstliche Befruchtung (IVF): Auch wenn es selten vorkommt, ist das Risiko leicht erhöht.

  • Alter: Bei Frauen über 35 Jahren ist das Risiko höher.

Diagnose und Behandlung

Wenn du eine Eileiterschwangerschaft vermutest, darfst du keine Zeit verlieren. Deine Ärztin oder dein Arzt wird in der Regel zwei Untersuchungen durchführen, um die Diagnose zu bestätigen:

  • Blutuntersuchung (Beta-HCG): Bei einer Eileiterschwangerschaft steigt das HCG-Hormon langsamer als bei einer normalen Schwangerschaft an oder seine Werte schwanken.

  • Ultraschalluntersuchung: Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, aber in der Gebärmutter keine Fruchthöhle zu sehen ist, werden die Eileiter genauer untersucht.

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Medikamentöse Behandlung (Methotrexat): Wenn die Schwangerschaft noch sehr klein und der Eileiter nicht gerissen ist, wird sie mithilfe einer speziellen Injektion beendet. Anschließend baut der Körper das Gewebe ab. Dies ist die beste Möglichkeit, den Eileiter zu erhalten.

  • Operation (Laparoskopie): Wenn die Schwangerschaft weiter fortgeschritten ist oder innere Blutungen vorliegen, wird durch kleine Schnitte operiert. Je nach Situation kann der Eileiter erhalten oder muss entfernt werden.

Kann ich nach einer Eileiterschwangerschaft Mutter werden?

Das ist die häufigste und wichtigste Frage. Die Antwort lautet: Ja!

Die große Mehrheit der Frauen erlebt nach einer Eileiterschwangerschaft eine normale, gesunde Schwangerschaft und wird Mutter. Selbst wenn ein Eileiter entfernt wurde, ist die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft hoch, sofern der andere Eileiter gesund ist.

Wenn du erneut schwanger wirst, wirst du lediglich engmaschiger ärztlich betreut. Durch einen frühen Ultraschall, ungefähr in der 6. Schwangerschaftswoche, wird überprüft, ob sich die Fruchthöhle in der Gebärmutter befindet.

Eine Eileiterschwangerschaft ist körperlich und emotional sehr belastend. Gib dir Zeit, zu trauern und dich zu erholen. Achte immer auf die Signale deines Körpers.

Vergiss nicht: Eine frühzeitige Diagnose schützt nicht nur deine Gesundheit, sondern auch deine Chance, später Mutter zu werden. Wenn du eine Schwangerschaft planst oder bereits schwanger bist, dokumentiere deine Symptome in der Anacan App und wende dich bei verdächtigen Beschwerden sofort an deine Ärztin oder deinen Arzt.

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