Schwangerschaft
Zahnen: Natürliche und sichere Wege, die Schmerzen deines Babys zu lindern
Wann beginnt das Zahnen bei Babys? Ein Ratgeber für Mütter über geschwollenes Zahnfleisch, Schlafprobleme sowie natürliche und sichere Methoden zur Schmerzlinderung – bei Anacan.

Das süße, zahnlose Lächeln deines Babys kann eines Tages plötzlich grundlosem Weinen, Unruhe und dem Drang weichen, alles in den Mund zu nehmen. Lass dich nicht entmutigen, wenn die Nächte wieder unruhiger werden und dein Baby ständig unzufrieden wirkt. Sehr wahrscheinlich durchläuft es gerade eine der wichtigsten körperlichen Entwicklungsphasen seines Lebens: das Zahnen.
Dieser Prozess kann sowohl für das Baby als auch für die Eltern sehr anstrengend sein und lange dauern. Denn wenn sich ein kleiner, harter Zahn durch das empfindliche Zahnfleisch schiebt, kann das schmerzhaft sein. Doch wann beginnt das Zahnen, woran erkennst du es und vor allem: Wie kannst du die Schmerzen deines Babys auf natürliche Weise lindern? Sehen wir uns die wissenschaftlich fundierten Antworten auf diese Fragen an.
1. Wann beginnt das Zahnen?
Wann der erste Zahn durchbricht, hängt stark von genetischen Faktoren ab. Wenn du oder dein Partner als Baby sehr früh oder spät Zähne bekommen habt, ist es wahrscheinlich, dass sich die Zähne eures Babys ähnlich entwickeln.
Durchschnitt: Bei den meisten Babys zeigen sich die ersten Zähne – üblicherweise die unteren mittleren Schneidezähne – ab dem 6. Monat.
Frühes oder spätes Zahnen: Manche Babys bekommen ihren ersten Zahn bereits mit 3-4 Monaten, bei anderen beginnt das Zahnen erst mit 12 oder sogar 14 Monaten. Kinderärzte betrachten beides als völlig normal. Ein später Zahndurchbruch bedeutet nicht, dass dein Baby einen Kalziummangel hat.

2. Woran erkennst du, dass dein Baby zahnt? Die wichtigsten Anzeichen
Die Veränderungen am Zahnfleisch können bereits Wochen vor dem sichtbaren Durchbruch des Zahns beginnen. Wenn du bei deinem Baby die folgenden Anzeichen bemerkst, ist wahrscheinlich der erste Zahn unterwegs:
Starker Speichelfluss: Wenn der Kragen ständig nass ist, gehört das zu den typischsten Anzeichen des Zahnens. (Hinweis: Der Speichel kann Rötungen am Kinn und am Hals verursachen. Deshalb ist es wichtig, diese Bereiche trocken zu halten).
Der Drang, auf allem herumzukauen: Um den Juckreiz und Druck im Zahnfleisch zu lindern, versucht dein Baby ständig, auf seinen Fingern, Spielsachen oder sogar auf Mamas Schulter herumzukauen.
Geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch: An der Stelle, an der der Zahn durchbrechen wird, kann das Zahnfleisch gewölbt, gerötet und manchmal leicht bläulich aussehen.
Schlafprobleme und Appetitlosigkeit: Da die Schmerzen nachts stärker wahrgenommen werden, wacht dein Baby möglicherweise häufig auf. Weil feste Nahrung bei Kontakt mit dem Zahnfleisch wehtun kann, lehnt es Beikost eventuell ab. Es ist normal, wenn es in dieser Zeit häufiger Muttermilch trinken oder mehr Flüssigkeit zu sich nehmen möchte.
(Wichtiger Hinweis: Zahnen verursacht weder hohes Fieber (über 38.5°C) noch starken Durchfall. Wenn diese Symptome auftreten, solltest du sie nicht auf das Zahnen zurückführen, sondern unbedingt ärztlichen Rat einholen).

3. Natürliche und sichere Methoden zur Schmerzlinderung
In dieser Phase helfen deinem Baby vor allem natürliche Maßnahmen, die den unangenehmen Druck im Zahnfleisch lindern:
Kühle Kompressen: Kälte gehört zu den besten natürlichen Mitteln, um Entzündungen und Schmerzen zu lindern. Befeuchte ein sauberes Baumwolltuch, zum Beispiel ein Musselintuch, und kühle es kurz im Kühlschrank – nicht im Gefrierfach. Anschließend kannst du es deinem Baby zum Kauen geben.
Zahnfleischmassage: Wasche deine Hände gründlich und massiere das geschwollene Zahnfleisch deines Babys mit einem Finger. Übe dabei mit sanften, kreisenden Bewegungen leichten Druck aus. Das kann deinem Baby große Erleichterung verschaffen.
Muttermilch-Eis: Wenn dein Baby bereits Beikost bekommt, kannst du Muttermilch oder Fruchtpüree in spezielle Eisformen aus Silikon oder in einen Fruchtsauger geben und einfrieren. Diese kühle und leckere Hilfe beruhigt das Zahnfleisch und versorgt dein Baby gleichzeitig mit Nahrung.
Sichere Beißringe: Verwende Beißringe ohne Flüssigkeitsfüllung, die vollständig aus unbedenklichem Silikon oder glatt geschliffenem Holz bestehen und im Kühlschrank gekühlt werden können.

4. Was solltest du unbedingt vermeiden?
Es gibt einige verbreitete, aber gefährliche Methoden, mit denen du deinem Baby beim Versuch, seine Schmerzen zu lindern, unabsichtlich schaden könntest:
Bernsteinketten (Amber necklaces): Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass diese Ketten Schmerzen lindern. Fachleute raten ausdrücklich davon ab, da sich Perlen lösen und in die Atemwege des Babys gelangen können, wodurch Erstickungsgefahr besteht. Außerdem kann sich die Kette um den Hals wickeln.
Zahngele mit Benzocain: Manche Gele, die das Zahnfleisch betäuben, können den Sauerstoffgehalt im Blut des Babys gefährlich stark senken. Verwende solche chemischen Gele nur, wenn sie ärztlich verordnet wurden.
Im Gefrierfach hart gefrorene Gegenstände: Kühle Beißringe nur im normalen Kühlbereich des Kühlschranks. Im Gefrierfach steinhart gefrorene Gegenstände können das empfindliche Zahnfleisch deines Babys verletzen oder durch die extreme Kälte Erfrierungen verursachen.

Mit Anacan leichter durch diese schwierige Phase
So anstrengend das Zahnen auch sein mag, es ist ein schöner Beweis dafür, dass dein Baby gesund wächst. Vergiss nicht, die Symptome des Zahnens zu beobachten, den aufregenden Moment, in dem das erste weiße Zähnchen sichtbar wird, im Bereich „Zahnen“ der Anacan App festzuhalten und die Pflegetipps zu nutzen. In schwierigen Momenten kannst du außerdem von den Erfahrungen anderer Mütter in der Anacan Community profitieren und diese Phase für dich und dein Baby ruhiger und entspannter gestalten.



