Babypflege
Impfkalender: Welche Impfungen sind für die Gesundheit deines Kindes wichtig?
Der nationale Impfkalender der Republik Aserbaidschan: Welche Impfung sollte in welchem Monat verabreicht werden? Ein ausführlicher Leitfaden für Eltern zu Impfungen gegen Hepatitis B, Tuberkulose (BCG), Keuchhusten und Masern sowie zu möglichen Reaktionen nach der Impfung.

Vom ersten Moment an, in dem dein Baby auf die Welt kommt, ist es deine wichtigste Aufgabe, es zu beschützen. Vor Kälte, Hitze, Hunger ... Doch wie kannst du es vor unsichtbaren Gefahren wie Viren und Bakterien schützen? Die Antwort ist einfach: Impfungen (Vakzination).
Impfungen gehören zu den wirksamsten medizinischen Maßnahmen, die die Menschheit entwickelt hat. Dank ihnen gelten die Pocken heute als ausgerottet und Poliomyelitis (Kinderlähmung) tritt nur noch selten auf. Doch in den letzten Jahren haben Falschinformationen im Internet bei Eltern große Zweifel ausgelöst: "Sind Impfungen schädlich?", "Schwächen sie das Immunsystem?".
In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt den in Aserbaidschan geltenden nationalen Impfkalender und zeigen, warum Impfungen für dein Baby lebenswichtig sind.
Warum solltest du dein Kind impfen lassen?
Babys kommen dank der Antikörper, die sie von ihrer Mutter erhalten, mit einem gewissen Immunschutz zur Welt. Dieser Schutz ist jedoch nur vorübergehend und hält einige Monate an. Impfungen "trainieren" das körpereigene Immunsystem des Babys.
Sicherer als eine natürliche Infektion: Eine Impfung baut Immunität auf, ohne dass dein Baby die Krankheit durchmachen muss. Um auf natürlichem Weg immun zu werden, müsste das Kind die schwere Erkrankung, zum Beispiel Masern, überstehen. Dabei können ernste Komplikationen wie eine Lungen- oder Gehirnentzündung auftreten.
Herdenimmunität: Impfungen schützen nicht nur dein eigenes Kind, sondern auch Kinder, die nicht geimpft werden können, etwa aufgrund einer Krebserkrankung oder einer Allergie.
Nationaler Impfkalender der Republik Aserbaidschan
In unserem Land werden Impfungen in staatlichen Polikliniken kostenlos durchgeführt.
1. In der Geburtsklinik (Erste 12-24 Stunden)
Am ersten Tag seines Lebens wird dein Baby gegen zwei wichtige Gefahren geschützt:
Hepatitis B (1. Dosis): Gegen das Virus, das die Leber schädigt. (Die Impfung wird seitlich in den Oberschenkel verabreicht).
BCG (gegen Tuberkulose): Schützt vor schweren Formen der Tuberkulose wie einer Hirnhautentzündung. (Die Impfung wird am linken Oberarm verabreicht und hinterlässt meist eine kleine, lebenslang sichtbare Narbe).
2. Im Alter von 2 Monaten
In diesem Alter beginnen die "Kombinationsimpfungen", die mit einer Injektion vor mehreren Krankheiten schützen:
DTP (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus): 1. Dosis.
Hepatitis B: 2. Dosis.
Hib (Haemophilus influenzae Typ B): Kann Hirnhaut- und Lungenentzündungen verursachen.
IPV (Poliomyelitis): Injektionsimpfstoff gegen Kinderlähmung.
Pneumokokken (Prevenar): Gegen Lungen- und Mittelohrentzündungen. 1. Dosis.
3. Im Alter von 3 Monaten
DTP + Hib: 2. Dosis.
OPV (Poliomyelitis): Schluckimpfung in Tropfenform (wird in den Mund getropft).
4. Im Alter von 4 Monaten
DTP + Hib: 3. Dosis.
OPV (Poliomyelitis): Tropfen.
Pneumokokken: 2. Dosis.
5. Im Alter von 6 Monaten
Hepatitis B: 3. Dosis (Grundimmunisierung abgeschlossen).
OPV: Tropfen.
Pneumokokken: 3. Dosis.
6. Im Alter von 1 Jahr (12 Monate)
Diese Impfung bereitet Eltern häufig die größten Sorgen, gehört aber zu den wichtigsten:
MMR (Masern, Mumps, Röteln): 1. Dosis.
7. Im Alter von 18 Monaten (1 Jahr und 6 Monate)
DTP: Auffrischimpfung (Booster-Dosis).
OPV: Tropfen.
8. Im Alter von 6 Jahren (Vorschulalter)
MMR: 2. Dosis.
DT (Diphtherie, Tetanus): Ohne Keuchhusten-Komponente.
Nach der Impfung: Sind Reaktionen normal?
Ja, nach einer Impfung können bei deinem Baby leichte Reaktionen auftreten. Das zeigt, dass das Immunsystem "arbeitet".
Fieber: Die Temperatur kann auf 37.5 - 38.5°C steigen. (Nach Rücksprache mit dem Arzt kannst du Paracetamol geben).
Unruhe: Dein Baby kann etwas weinerlicher als sonst sein.
Rötung an der Einstichstelle: Sie klingt innerhalb weniger Tage wieder ab.
Mythos: "Impfungen verursachen Autismus."
Fakt ist: Diese Behauptung geht auf einen gefälschten Artikel aus dem Jahr 1998 zurück und wurde später mehrfach widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus gibt.
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Wann darf nicht geimpft werden? (Kontraindikationen)
Wenn dein Baby hohes Fieber hat, also über 38°C, wird die Impfung verschoben.
Wenn nach einer vorherigen Dosis eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) aufgetreten ist.
Wenn eine Immunschwäche vorliegt, dürfen keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden.
Eine leichte Erkältung oder laufende Nase ist kein Hindernis für eine Impfung.
Der Impfplan mag kompliziert erscheinen, doch jede Dosis ist ein wichtiger Baustein für die gesunde Zukunft deines Babys. Wende dich an deine Poliklinik und versäume keine Impftermine.
Damit du keine Impftermine vergisst, kannst du die Funktion "Impfkalender" in der Anacan App nutzen. Die App erinnert dich an den Termin der nächsten Impfung.



